STATEMENT - BERLIN, 19.06.2010 Erster Schritt scheint getan - konkrete Entscheidungen dringend notwendig!

GKV-Spitzenverband

"Der erste Schritt hin zur Stabilisierung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung scheint getan. Jetzt ist es dringend erforderlich, dass die nächsten Schritte auch tatsächlich gemacht werden. Es kommt darauf an, dass die Koalition umfassende Maßnahmen zur Ausgabenreduzierung rasch beschließt und entschlossen umsetzt. Erst wenn alle Einsparoptionen ausgenutzt sind, sollte man Einnahmensteigerungen in den Blick nehmen. Vor dem Hintergrund des drohenden Defizits von rund zehn Milliarden Euro im kommenden Jahr brauchen die Krankenkassen für ihre Haushaltsplanung Klarheit.

Neben den bereits beschlossenen Sparmaßnahmen im Arzneimittelbereich lassen sich bei den niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern weitere vier Milliarden Euro einsparen, ohne dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten darunter leiden würde. Die gesetzliche Festschreibung des Apothekenabschlags bei 2,30 Euro pro Packung und die Reduzierung der Großhandelsmarge würden weitere 830 Millionen Euro bringen", so Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes zur gestrigen Koalitionsklausur.