Pflegeberatung nach § 7a SGB XI

Das Bild zeigt einen Pflegebedürftigen bei der Beratung.

Seit dem 01. Januar 2009 hat jeder Pflegebedürftige in Deutschland einen Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen (Pflegeweiterentwicklungsgesetz). Diese erweiterte Pflegeberatung zielt darauf ab, den Pflegebedürftigen eine umfassende Unterstützung bei der Auswahl und Inanspruchnahme notwendiger Hilfe- und Pflegeleistungen zukommen zu lassen und auf die dazu erforderlichen Maßnahmen hinzuwirken.

Der GKV-Spitzenverband hat am 29. August 2008 die Empfehlungen zur Anzahl und Qualifikation der Pflegeberater nach § 7a SGB XI beschlossen. Für die Betroffenen galt bis zum 30. Juni 2011 eine gesetzliche Übergangsfrist, um die Qualifikationsanforderungen zu erfüllen. Grundsätzlich soll diese Pflegeberatung durch Pflegefachkräfte, Sozialversicherungsfachangestellte oder Sozialarbeiter mit einer Zusatzqualifikation durchgeführt werden.

Aus den ersten Praxiserfahrungen mit der Umsetzung des § 7a SGB XI haben des AGP Institut für angewandte Sozialforschung, die Hans Weinberger-Akademie und TNS Infratest 2011 einen Evaluationsbericht erstellt. Er liefert weitere Hinweise für die zukünftige Ausgestaltung der Pflegeberatung. Der GKV-Spitzenverband hat daraus einen komprimierten Bericht für das Bundesgesundheitsministerium erarbeitet.

Informationen für Bewerberinnen/ Bewerber

Allen, die sich für eine Anstellung als Pflegeberaterin oder Pflegeberater interessieren, wird empfohlen, sich bei den Krankenkassen zu informieren, ob dort Stellen ausgeschrieben sind oder werden. Die Krankenkassen müssen bei Bewerberinnen und Bewerbern auch darüber entscheiden, ob sie die Qualifikationsvoraussetzungen für die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI erfüllen oder ob und ggf. in welchem Umfang sie zusätzliche Qualifikationen erwerben müssen.

Die zusätzlichen Qualifikationen für Pflegeberaterinnen und Pflegeberater werden von Bildungseinrichtungen unterschiedlicher Träger angeboten. Sofern Sie an diesen Weiterbildungen interessiert sind, können Sie sich unter anderem an die Schulen und Akademien der Krankenkassen wenden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der GKV-Spitzenverband aus Gründen des Wettbewerbsschutzes hier keine Bildungseinrichtungen ausdrücklich nennen kann.

Dokumente und Links