Stationsäquivalente psychiatrische Behandlung

Im Rahmen des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) hat der Gesetzgeber in § 115d SGB V die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung als neue Krankenhausleistung für psychisch Kranke mit Krankenhausbehandlungsbedürftigkeit definiert. Dabei handelt es sich um eine Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld des Patienten, welche durch mobile ärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams erbracht werden soll. Die neue Behandlungsform kann in medizinisch geeigneten Fällen anstelle einer vollstationären Behandlung erfolgen, da sie dieser hinsichtlich der Inhalte sowie der Flexibilität und Komplexität entspricht. Die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung kann ab 01.01.2018 erbracht werden.

Bezüglich der konkreten Ausgestaltung der stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung waren der GKV-Spitzenverband, der Verband der Privaten Krankenversicherung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft aufgefordert, Regelungen hinsichtlich der Anforderungen

  1. an die Dokumentation,
  2. an die Qualität der Leistungserbringung sowie
  3. an die Beauftragung von weiteren Leistungserbringern

gem. § 115d Abs. 2 SGB V zu vereinbaren. Die entsprechende Vereinbarung wurde geschlossen und ist zum 01.08.2017 in Kraft getreten.

Bezüglich der konkreten Ausgestaltung der stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung waren der GKV-Spitzenverband, der Verband der Privaten Krankenversicherung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft aufgefordert, Regelungen hinsichtlich der Anforderungen

  • an die Dokumentation,
  • an die Qualität der Leistungserbringung sowie
  • an die Beauftragung von weiteren Leistungserbringern

gemäß. § 115d Abs. 2 SGB V zu vereinbaren. Die entsprechende Vereinbarung wurde geschlossen und ist zum 01.08.2017 in Kraft getreten.

Die Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene haben den in § 115d SGB V neu definierten Leistungsbereich der stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung zu konkretisieren. Bis zum 28.02.2017 war die Leistungsbeschreibung als Grundlage der OPS-Verschlüsselung der Leistungen zu vereinbaren. Mit einmonatiger Verzögerung ist diese Vereinbarung zum 31.03.2017 in Kraft getreten. Da sich die Vereinbarungspartner nicht in Gänze auf eine Leistungsbeschreibung verständigen konnten, wurden nur Teile vereinbart; die dissenten Positionen finden sich jedoch ebenfalls in der Anlage zur Vereinbarung wieder. Es ist Aufgabe des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), die divergierenden Empfehlungen im Rahmen des Verfahrens zur Weiterentwicklung der medizinischen Klassifikation zu klären. Die Leistungsbeschreibung (OPS) ist für das Budgetjahr 2018 erstmals zu erlassen.