Kodierung

Bei der Entwicklung und Anwendung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gemäß § 17 d KHG (Psych-Entgeltsystem) werden neben anderen Kriterien auch Diagnosen und Prozeduren herangezogen. Kodierrichtlinien regeln und unterstützen die einheitliche Anwendung der Diagnose- und Prozedurenklassifikationen und tragen auf diese Weise dazu bei, vergleichbare Leistungen dem selben Entgelt zuordnen zu können.

Vereinbart werden die Kodierrichtlinien zwischen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dem GKV-Spitzenverband und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Die Selbstverwaltungspartner haben eine jährliche Überprüfung und Anpassung der Kodierrichtlinien vorzunehmen.

Die erste Ausfertigung der Kodierrichtlinien für die Psychiatrie und Psychosomatik (DKR-Psych) wurde am 13. Januar 2010 veröffentlicht. Die geltenden Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) wurden dabei weitestgehend übernommen, Fallbeispiele entsprechend angepasst.

In der Version 2016 wurden gegenüber dem Vorjahr bisherige Kodestrukturen überarbeitet und die DKR-Psych PP05 „Multiple/Bilaterale Prozeduren“ modifiziert. Das neu angepasste Beispiel veranschaulicht u. a., dass Primärkodes bis zum Wechsel der Behandlungsart oder einer Änderung der Anzahl der Intensivmerkmale gelten.

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