Coronavirus

(14.05.2020) Um die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich zu halten und die Versorgung schwer kranker Patienten sicherzustellen, ist es wichtig, dass sich das neuartige Coronavirus so langsam wie möglich ausbreitet. Daher zielen derzeit sämtliche Anstrengungen von Regierung, Behörden und des Gesundheitssystems darauf ab, die Zunahme täglicher Neuinfektionen zu verlangsamen. Durch Anpassung des Verhaltens – möglichst viel zu Hause bleiben, Abstand halten – können alle Menschen dazu beitragen, dass sich das Virus langsamer verbreitet.

AU-Bescheinigungen und Folgeverordnungen (Quartalswechsel)

Deshalb wurden u.a. die Regelungen für Krankschreibungen und Folgerezepte gelockert, um unnötige Kontakte in den Wartezimmern der Arztpraxen zu vermeiden. Ärzte dürfen vermehrt Videosprechstunden anbieten. Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder auch Covid-19-Verdacht können nach telefonischer Anamnese bis zu 7 Tage krankgeschrieben werden. Das gilt auch für die Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Kinderkrankengeld).

Folgeverordnungen für Arzneimittel, Krankenbeförderung, häusliche Krankenpflege oder Heilmittel sowie Überweisungen zu anderen Ärzten (z.B. für einen Laborabstrich) können per Post nach Hause geschickt werden. Auch bestimmte Hilfsmittel können so verordnet werden. Es ist nicht nötig, zum Einlesen der Krankenversichertenkarte in die Arztpraxis zu gehen - trotz Quartalswechsel. Bei bekannten Patienten gilt während der Pandemie, also zeitlich erst einmal befristet bis zum 30. Juni: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt oder ein Kontakt per Videosprechstunde statt, übernehmen die Arztpraxen die Versichertendaten aus der Patientenkartei.

Die Möglichkeit, Behandlungen über moderne Kommunikationstechnologie anzubieten, wurde ausgeweitet auf Psychotherapeuten, Hebammen und Heilmittelerbringer wie Logopäden. Ebenso ist es möglich, Präventionskurse auf diese Art durchzuführen.

Informationen über die Symptome, Behandlung, Verbreitung und Vorbeugung der Erkrankung erhalten Sie an zahlreichen Beratungstelefonen u.a. der gesetzlichen Krankenkassen.

Spezielle Hotlines der Krankenkassen

Krankenkasse Informationsangebot
AOK Kostenlose Hotline für alle AOK-Versicherten unter 0800 126 5265, in Baden-Württemberg unter 0800 105 0501
Bahn BKK Kostenlose Hotline für ihre Versicherten unter 0800 224 6255 (8-20 Uhr)
BARMER Kostenlose Hotline für alle Bundesbürger, rund um die Uhr unter 0800 848 4111
BIG direkt gesund Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 140 554 130 290
BKK der Deutsche Bank AG Hotline für ihre Versicherten unter 0211 906 5666
BKK Faber-Castell & Partner Hotline für ihre Versicherten unter 09921 960 2255 (Mo-Fr 9-17 Uhr)
BKK Melitta Plus Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 9759-100 sowie ein Chatbot mit Online-Selbsttest
BKK Werra-Meissner Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 255 93772
DAK Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 040 325 325 800 (zum Ortstarif)
Die Schwenninger Krankenkasse Kostenlose Hotline für ihre Versicherten unter 0800 375 537 553
energie-BKK Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 101 1755
HEK Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 021 3213
IKK classic Kostenlose Hotline für ihre Versicherten unter 0800 455 1000 (6-22 Uhr)
IKK gesundplus Hotline rund um die Uhr unter 0180 245 5726 (6 Cent pro Anruf, Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute)
IKK Südwest Kostenlose Hotline für ihre Versicherten unter 0800 013 3000
KKH Kaufmännische Krankenkasse Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 089 950084188
Knappschaft Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 1650 050
pronova BKK Ärzte-Videochat für Versicherte (Mo-Fr 8-20 Uhr)
TK Hotline für ihre Versicherten unter 040 460 661 9160
VIACTIV Krankenkasse Kostenlose Hotline für ihre Versicherten, rund um die Uhr unter 0800 1405 5412 2090

Darüber hinaus informieren die Krankenkassen auch auf ihren Websites über das Coronavirus. Eine Liste aller Krankenkassen und deren Websites finden Sie hier: Krankenkassenliste.

Weiterführende Hilfe und Informationen

Corona: Vertragliche Sonderregelungen

Auch der GKV-Spitzenverband arbeitet mit seinen Vertragspartnern an Lösungen, um diese herausfordernde Situation bestmöglich zu meistern. Hier haben wir alle wichtigen Informationen für die Fachöffentlichkeit zusammengestellt.