Indikatoren für Ergebnisqualität

Zwei Pflegebedürftige sitzen am Tisch und spielen. Ein Pfleger unterhält sich mit ihnen.

International finden für Qualitätsbewertungen immer öfter sogenannte Qualitätsindikatoren Anwendung. Mit ihrer Hilfe können - zum Beispiel anhand der Häufigkeit von Stürzen oder der Ernährungssituation der Bewohner in einem Pflegeheim - Rückschlüsse auf die Qualität der Pflege gezogen werden. In Deutschland liegen bisher nur wenige Erfahrungen mit solchen Indikatoren in der Pflege vor.

Die Vertragsparteien in der Pflege nach § 113 SGB XI hatten 2015 einen Auftrag an ein Forscherteam der Universität Bremen vergeben, 15 gesundheitsbezogene Indikatoren für Ergebnisqualität in der stationären Pflege modellhaft umzusetzen (Projekt MoPIP). Zentrales Ziel der modellhaften Pilotierung war es, die Praktikabilität in Bezug auf eine bundesweite Einführung in allen stationären Pflegeeinrichtungen sowie auf gesetzliche Anforderungen in Bezug auf eine Umstellung der Qualitätsdarstellung zu untersuchen und zu bewerten. Grundlage hierfür waren Indikatoren, die im Rahmen des Projekts „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“ von 2009 bis 2011 im Auftrag der beiden Bundesministerien für Gesundheit und Familie, Senioren, Frauen und Jugend entwickelt wurden.

Das Projekt MoPIP wurde im Februar 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse des Projekts fließen in die Entwicklung der Instrumente und Verfahren für die Qualitätsprüfung und die Qualitätsdarstellung in der stationären Pflege ein. Hierfür haben die Vertragsparteien in der Pflege nach § 113 SGB XI Anfang 2017 einen wissenschaftlichen Auftrag an das AQUA-Institut und das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld vergeben. Die Projektergebnisse werden Mitte 2018 vorliegen.

Dokumente und Links