Inhalte der Qualitätsberichte

Inhaltliche Basis für die Qualitätsberichte bilden die Struktur- und Leistungsdaten eines Krankenhauses (z.B. Personalstruktur, Art und Anzahl durchgeführter Leistungen) bzw. Qualitätsindikatoren. Diese sind Werkzeuge und als solche notwendig für eine strukturierte und nachvollziehbare Bewertung von Versorgungsleistungen, z. B. die Anzahl an Pflegekräften pro Anzahl behandelter Patienten (Indikator für die Personalstruktur eines Krankenhauses) oder die Ein-Jahres-Überlebensrate nach einer Herztransplantation (Indikator für die Ergebnisqualität einer Fachabteilung). Durch solche Indikatoren kann gute von schlechter Qualität unterschieden, können Entwicklungen über unterschiedliche Zeiträume abgebildet, aber auch Leistungen und Leistungserbringer verglichen werden. Auch eine für die informierte Patientenentscheidung notwendige verständliche Darstellung der Versorgungsergebnisse hängt maßgeblich von der Art und dem Umfang der Indikatoren ab.

Der strukturierte Qualitätsbericht der Krankenhäuser gliedert sich in drei Teile:

  • A) Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses bzw. des Krankenhausstandortes
  • B) Struktur- und Leistungsdaten der Fachabteilungen bzw. Organisationseinheiten
  • C) Qualitätsdaten aus der externen stationären Qualitätssicherung (esQS)

In den Abschnitten A und B stellen die Krankenhäuser die tatsächliche Versorgungsstruktur ihrer Einrichtungen dar. Dazu gehören Personalausstattung, Qualifikation der Mitarbeiter, Art und Anzahl der durchgeführten Leistungen und apparative Ausstattung ebenso wie Erreichbarkeit, Parkplatz- oder Essensangebote. Darüber hinaus werden mit dem Bericht 2013 auch Angaben zu Zielvereinbarungen leitender Ärzte gefordert, um Transparenz darüber herzustellen, ob Krankenhäuser für bestimmte Operationen, Eingriffe oder Leistungen finanzielle Anreize setzen. Weiterhin werden ab dem Berichtsjahr 2014 Maßnahmen zum Umgang mit Risiken für Patienten in der Versorgung abgefragt (dazu gehören z. B. auch Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene).

Im Abschnitt C werden relevante Ergebnisse der externen stationären Qualitätssicherung berichtet. Dabei handelt es sich um dokumentierte Ergebnis- bzw. Prozessqualitätsindikatoren aus aktuell 30 Leistungsbereichen, wie z. B. Geburtshilfe, Herzchirurgie oder Hüft-Endoprothesen-Erstimplantationen. Alle Krankenhäuser sind seit 2001 verpflichtet, sich an diesem Verfahren zu beteiligen und im Rahmen des strukturierten Dialogs die Qualität der dokumentierten Leistungen zu verbessern. Seit 2006 werden für diesen Zweck besonders bewertete Qualitätsindikatoren in den Qualitätsberichten veröffentlicht. Mit der Weiterentwicklung des Verfahrens wächst die Zahl dieser Indikatoren kontinuierlich: Im Berichtsjahr 2010 wurden nur 28 von 182 Indikatoren veröffentlicht, für den Bericht des Jahres 2014 sind 279 der insgesamt 416 Qualitätsindikatoren der externen stationären Qualitätssicherung darzustellen.

Der GKV-Spitzenverband setzt sich für die Veröffentlichung aller geeigneten Qualitätsindikatoren ein, um ein möglichst umfassendes Bild von der Qualität in den einzelnen Bereichen zu erhalten und nicht zuletzt über die so geschaffene Transparenz einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den Häusern zu erreichen.

Regelungen des G-BA gemäß § 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V über Inhalt, Umfang und Datenformat eines strukturierten Qualitätsberichts für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser, einschließlich

Anlage 1: Inhalt, Umfang und Datenformat eines strukturierten Qualitätsberichts

  • Anhang 1: Datensatzbeschreibung
  • Anhang 2: Auswahllisten
  • Anhang 3: Qualitätsindikatoren aus den Verfahren gemäß QSKH-RL

Anlage 2: Annahmestelle und Datenlieferverfahren

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß § 137 Abs. 1 SGB V i. V. m. § 135 a SGB V über Maßnahmen der Qualitätssicherung für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser, einschließlich

Anlage 1: Einbezogene Leistungen im Erfassungsjahr 2015

Anlage 2: Sonderexport im Jahr 2015 für die Verfahren mit Follow-Up des Erfassungsjahres 2014

Anlage 3: Verfahren mit Follow-Up im Erfassungsjahr