Psych-Entgeltsystem

PEPP 2016

Am 04.09.2015 hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankernhaus (InEK) die mittlerweile vierte Version des PEPP-Katalogs vorgestellt. Als Grundlage für die Kalkulation dienten Kalkulationsdaten von 94 Einrichtungen mit 241.000 voll- und teilstationären Fällen. Dies entspricht einer Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Entwurf des Entgeltkataloges sind insgesamt 77 PEPPs enthalten (52 vollstationäre, 20 teilstationäre und 5 Fehler-PEPPs). Als neues schweregraderhöhendes Differenzierungsmerkmal wurde im Katalogentwurf die Pflegebedürftigkeit berücksichtigt. Die Anzahl der Zusatzentgelte hat sich von 87 auf 92 erhöht. Für das Jahr 2015 wurden erstmals ergänzenden Tagesentgelte (ET) als neue Vergütungselemente zur Berücksichtigung des wechselnden Behandlungsaufwands im Verlauf einer Behandlung eingeführt. Durch die Differenzierung der intensiven Beaufsichtigung in einer Kleinstgruppe und der Einzelbetreuung bei Kindern und Jugendlichen werden für 2016 Aufwandsunterschiede nun durch insgesamt vier ergänzende Tagesentgelte vergütet.

Gegenüber dem Vorjahr wurden bisherige Kodestrukturen überarbeitet und die DKR-Psych PP05 „Multiple/Bilaterale Prozeduren“ modifiziert. Das neu angepasste Beispiel veranschaulicht u. a., dass Primärkodes bis zum Wechsel der Behandlungsart oder einer Änderung der Anzahl der Intensivmerkmale gelten.