Meldung vom 20.04.2017

Gröhe ruft zum Schutzimpfen auf - Europäische Impfwoche 2017

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Bundesbürger aufgerufen, ihren Impfschutz auf den aktuellen Stand zu bringen. «Impfungen gehören zu den wirksamsten Mitteln, um gefährlichen Infektionskrankheiten vorzubeugen und unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen zu schützen», erklärte er am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die Europäische Impfwoche 2017. «Die aktuellen Zahlen und die Masernausbrüche zeigen, dass wir immer noch zu große Impflücken haben.» Die Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen trügen entscheidend dazu bei, dass eingetragene Masernviren immer wieder zu vielen Krankheitsfällen führen können. Im laufenden Jahr wurden mit 410 Fällen bereits mehr Masern-Erkrankungen als 2016 (325 Fälle) registriert, hieß es in einer Presseerklärung von Gröhes Ministerium, des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt die Masern-Impfung allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden, oder bei denen der Masern-Impfstatus unklar ist. Mit dem Präventionsgesetz, das Mitte 2015 in Kraft getreten ist, sei der Impfschutz weiter verbessert worden. Seitdem können beispielsweise ungeimpfte Kinder und Jugendliche vorübergehend vom Besuch einer Kita oder Schule ausgeschlossen werden. Eltern müssen danach vor dem Kita-Eintritt ihres Kindes eine verpflichtende ärztliche Impfberatung nachweisen. # Notizblock